Krümel-Sahne mit Birnen

Was wäre ein Leben ohne Kuchen? Ziemlich fad, oder? Die Frage dabei ist nur: Obst oder Schokolade? Meine Antwort: ja.

Zutaten

120 g Margarine
120 g Zucker
1 P. Vanillezucker
5 Eier
140 g Haselnüsse
140 g Zartbitterschokolade
2 EL Mehl
2 TL Backpulver
1 EL Kakaopulver
1 große Dose halbierter Birnen
2 Becher Sahne
2 P. Sahnesteif
1 EL Zucker für die Sahne

Backen

200 °C (Heißluft), 45 min

Dieses Rezept ist …

vegan: wenn du die Eier durch VegEgg o.ä. ersetzt; weder Bananen noch Apfelmus oder eine Backpulver-Öl-Wasser-Mischung tun den Trick)

glutenfrei: wenn du das Mehl ersetzt

laktosefrei: wenn du die Sahne durch Schlagfix oder Vegane Schlagcreme von Ruf ersetzt; irgendwas, was kein Mousse ergibt und formstabil bleibt


Nur keinen Stress! Diese Torte braucht kaum Feingefühl und kaum mehr Zeit – und sie hat sogar Obst und Schokolade (was ja auch nur Obst ist). Wenn du also eine gesunde Mahlzeit (ähem!) zum Kaffee haben willst, dann ist die Krümel-Sahne mit Birnen eine verdammt gute Wahl.

Woher dabei das Rezept selbst kommt, lässt sich nicht mehr so ganz klären. Irgendwie kam es aber vor Jahrzehnten in die Sammlung meiner Großmutter väterlicherseits und von dort über meine Mutter zu mir. (Ich sag ja immer, dass mütterlicherseits gut und gerne gekocht wurde und väterlicherseits und gut gerne gebacken, und dass das dann bei mir und meiner Schwester und mir in gut kochen und backen können mündete. Aber das ist ein anderes Thema. Wie auch immer:) In den letzten Jahren ergab es sich dabei, dass ich anfing mit diesem Rezept zu experimentieren, mit dem Ergebnis, dass ich die vegane Variante sogar besser finde als das Original mit Ei und Sahne. Aber genug der Vorrede. Ran an die Küchenmaschine!

Fang am besten mit der Schokolade an. Reibe sie so fein es geht (oder hack dir einen Wolf mit einem großen Messer) und stell sie dann beiseite. Schlag dann die Margarine mit den Zuckern schaumig, ehe du die Eier oder den Ei-Ersatz dazu gibst und weiter schlägst. Wenn alles mehr oder minder schön schaumig ist, rührst du Haselnüsse, Schokolade, Backpulver Mehl und Kakao einfach unter und füllst die ganze Masse in eine gefettete 26er-Springform. Fertig. (Also fast. Oder willst du den Teig roh aus der Springform essen? Mir reicht ja der Rest in der Rührschüssel.) Jetzt kann der Kuchen für ca. 45 Minuten in den heißen Ofen. Ob er aber wirklich gar ist, kann dann nur die Stäbchenprobe sagen. (Da muss man schon mal Abstriche machen, wie die Urologen sagen.) Ist der Teig gut, darf er abkühlen. Je Winter, desto schneller geht das.

Deshalb solltest du einigermaßen zeitnah die Birnen aus der Dose befreien und in einem Sieb abtropfen lassen. Während die Birnen tropfen, kannst du schon die Sahne mit dem Sahnesteif und dem Zucker aufschlagen. (Pass nur auf, dass du sie nicht überschlägst und Butter produzierst. Das wird hier keine Kalorienbombe! Mit Schlagfix kann dir das übrigens nicht passieren, das wird dafür aber beim Aufschlagen deutlich voluminöser als Sahne.) Stell die Sahne in den Kühlschrank und hol den ausgekühlten Kuchen zurück aus der Kälte.

Bevor du weitermachst, kannst du nun den Kuchen aus der Form lösen. (Du musst es allerdings nicht. Eine Sahnekuppel formt sich allerdings ohne den ständig im Weg stehenden rand der Springform deutlich leichter.) Kratz nun mit einem Löffel einen Großteil des Teigs aus und sammel diese Reste in einer separaten Schüssel. Am besten geht das, wenn du vorher mit einem Messer einen knapp zwei Zentimeter breiten Rand markierst und dann auslöffelst, was du dir selbst eingebrockt hast. (Noch besser wird es, wenn du aufhörst, bevor du am Boden angekommen bist.)

Verteil nun die Birnen kreisförmig auf dem verbliebenen Boden, idealerweise mit der Spitze nach innen. So sollten höchstens zwei oder drei Birnenhälften übrig bleiben (die du dann so essen musst). Zerbrösel dann die Teigreste und heb sie unter die geschlagene Sahne. Verteil diese Krümel-Sahne (daher wohl der Name) anschließend auf dem Tortenboden und den Birnen und form eine Kuppel daraus. Ob du die dann glattstreichst oder igelst, bleibt dir überlassen. (Du kannst natürlich auch alles in der Springform versuchen und Einhörner zu angemessener Deko erklären, aber dann sieht es aus wie auf dem Foto.)